Chorleiter, Lehrer und engagierter Musiker
Zum 70. Geburtstag von Max Frey
Am 24. Juni beging Prof. Max Frey, einer der profiliertesten deutschen Chorleiter, gleichzeitig Lehrer und Förderer vieler Mitglieder des Verbandes Bayerischer Schulmusiker, seinen 70. Geburtstag.
Ganze Generationen von Schul- und Kirchenmusikstudenten verdanken Prof. Frey eine fundierte Einführung in das dirigentische Handwerk, aber darüber hinaus auch eine exemplarische künstlerische Prägung. Was Max Frey auszeichnet, ist, dass er immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Wünsche der Studenten hatte, stets bereit war, durch Gespräche, Tipps und Übungen jeden Einzelnen weit über das geforderte Maß hinaus bestmöglich zu betreuen. Und seine Bescheidenheit, Freundlichkeit und Jovialität im menschlichen Umgang gepaart mit immensem künstlerischen Anspruch an sich selbst, aber auch an die von ihm geleiteten Ensembles, führten zu vielen großartigen musikalischen Momenten, die allen Beteiligten in Erinnerung geblieben sind.
Seinen künstlerischen Werdegang hat Max Frey konsequent und mit großer Zähigkeit, Energie und Fleiß verfolgt. Zunächst studierte er Schulmusik für das Lehramt an Gymnasien an der Hochschule für Musik und Theater in München. Daneben qualifizierte er sich auch noch als Organist und schloss dieses Studium mit dem Staatsexamen und dem Meisterklassendiplom bei Prof. Hedwig Bilgram ab.
Danach war er Schulmusiker an verschiedenen Gymnasien, von 1968 bis 1973 dann am Gymnasium Starnberg tätig. Gleichzeitig übernahm er aber auch bereits im Jahr 1970 einen Lehrauftrag an der Münchner Musikhochschule als Mitarbeiter bei Prof. Fritz Schieri und erhielt dann 1976 die Professur für Chorleitung und Schulpraktisches Klavierspiel.
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1979 gründete er den Madrigalchor der Hochschule für Musik und Theater München, den er dann 27 Jahre lang leitete. Seither musizieren regelmäßig etwa 45 Studentinnen und Studenten der Fächer Schulmusik, Kirchenmusik und Gesang in diesem Ensemble. Das dabei erworbene Können geben sie dann später als Chorleiter in ihren eigenen Chören weiter. Unter Prof. Freys Leitung entstanden zahlreiche Aufnahmen dieses Klangkörpers für den Rundfunk und CD-Einspielungen, die das breit gefächerte Repertoire des Chores belegen. |
Neben seiner Unterrichtstätigkeit an der Musikhochschule und der Leitung des Madrigalchores verfolgte Max Frey aber auch weiterhin seine künstlerische Tätigkeit als Organist, Cembalist und Klavierbegleiter. Eine Vielzahl weiterer Tätigkeiten bestimmte das Leben des engagierten Musikers, von denen hier nur die wichtigsten angeführt werden können. Von 1970 bis 2000 war er künstlerischer Leiter des Starnberger Musikkreises, Gastdirigent beim Chor des Bayerischen Rundfunks und im Labor der Bayerischen Staatsoper. Er wirkte als Dozent bei Dirigierkursen und in der Lehrerfortbildung und brachte sein fundamentales Wissen als Juror bei Chorwettbewerben weit über Deutschland hinaus ein. Daneben profilierte er sich als Herausgeber von Lieder- und Chorbüchern und als Autor von Musiksendungen beim Bayerischen Rundfunk.
Für seine Verdienste wurde Max Frey wurde u.a. mit der Goldenen Bürgermedaille der Stadt Starnberg, dem Kulturpreis des Landkreises Starnberg und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Der Verband Bayerischer Schulmusiker gratuliert Prof. Frey ganz herzlich zu seinem 70. Geburtstag, bedankt sich im Namen der Kollegen für das langjährige Wirken in der Schulmusikausbildung und wünscht ihm – sowohl künstlerisch wie auch privat - alles Gute für die Zukunft!
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